Just intonation

Just Intonation ist die experimentelle Visualisierung von Intervallen und Akkorden. Dies geschieht auf komplett analogem Weg, nämlich mithilfe eines Laserstrahls, der an einer Membran reflektiert wird, welche von den Klängen in Schwingung versetzt wurde. Der so modulierte Laserstrahl vollzieht Bahnen und erzeugt an der Projektionsfläche Figuren, die für die jeweiligen Akkorde typisch sind.

Sind die Akkorde in der uns geläufigen gleichstufigen (wohltemperierten) Stimmung, sind die Figuren nicht stabil, sondern bewegen sich aufgrund von Schwebungen, was eine kameralose Ausbelichtung auf Fotopapier mit einigen Sekunden Belichtungszeit verhindert.

Um stabile Figuren zu erhalten, wurden die Akkorde in der Programmiersprache Pure Data in reiner Stimmung (engl.: just intonation) programmiert, wo Tonstufen wie Terz, Quarte oder Quinte in exakten Frequenzverhältnissen zum Grundton stehen. Die so entstehenden stabilen Figuren konnten auf klassischem Fotopapier ausbelichtet werden.
Erstaunlich ist dabei die feine Rasterung der entstehenden Bilder, die auf Interferenzeffekte bei der Reflexion des Laserstrahles zurückzuführen ist.

Ausstellung(en):

Ausstellung bei Experimentelle Positionen in der steirischen Fotografie, Part II, Fotogalerie im Grazer Rathaus, Graz, 02-04/2026

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    a-e′

    April 2025, 45x30 cm

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    a-d′-e′

    April 2025, 45x30 cm

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    d-a-d′

    April 2025, 45x30 cm

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    a-g′

    April 2025, 45x30 cm